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DIE FLORA SWANETIENS

Swanetien hat eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, bestehend aus Gletschern, Gebirgsstrecken und Hochebenen. Das Land ist reich an diversen Pflanzenarten, da die Gebirgskette des „Grossen Kaukasus“ Georgien vor dem Einfluß des kalten Klimas aus dem Norden schützt, und das Schwarze Meer für die notwendige Feuchtigkeit sorgt. Alleine auf Grund dieser Pflanzenvielfalt, ist Georgien eines der bemerkenswertesten Länder der Welt.

Eine Beschreibung der vertikalen Zonen der Pflanzenverteilung in Swanetien ist leicht vorzunehmen: Die alpine Zone fängt bei 2500 Metern an und geht bis zu einer Höhe von 3100-3200 Metern. Die Waldgrenze liegt bei 2400-2500 Metern, ab einer Höhe von 800-900 Metern sind Nadelbäume sehr weit verbreitet.

Die niedriger gelegenen Waldzonen sind zumeist Laubwälder, in denen Georgische Eichen, Orient-Buchen, Kaukasische Hainbuchen, Linden, Eschen, Ulmen, Ahornbäume, Birken u.a. vorkommen. In diesen Vorwäldern wachsen außerdem Kornelkirschen (Herlitze), Haselnußbäume, unterschiedliche Arten von Beeren, Reineclauden, wilde Apfel- und Birnenbäume und andere Pflanzen, die häufig in der Volksmedizin verwendet werden.

In den höheren Zonen trifft man auf dunklere Nadelwälder (Kaukasus-Tannen, Silbertannen, Kiefern) und Mischwälder (Buchen und Tannen oder Buchen und Silbertannen).

In der subalpinen Zone (von 1800-1900 Metern bis 2500 Metern über dem Meeresspiegel), die nur spärlich bewaldet ist, überwiegen zwergische und verdrehte Bäume. Ein Vertreter dieser Flora ist der, auf den Nord- und Westhängen weit verbreitete, immergrüne Rhododendron Caucasicum. Die subalpine Landschaft ist hauptsächlich von einer Grasmatte, die unterschiedliche Arten von Kräutern und Blumen beinhaltet, bedeckt.

Die Flora in der Antike

Schon das antike Kolchis war reich an verschiedenartigen Pflanzen: Mythen zufolge wuchsen verschiedene Kräuterarten im Garten der Medea, deren Extrakte für die Herstellung verschiedener medizinischer Substanzen und manchmal sogar für Zaubermittel und Gifte benutzt wurden. Angeblich war es Medeas Zauberkunst, die Jason half das „Goldene Vlies“ zu erobern, da sie den Drachen hypnotisierte. Auch soll Medea einmal ein altes Schaf in ein Lamm verwandelt, und Creont und seine Tochter Creuza vergiftet haben. Darüber hinaus gibt es noch weitere Geschichten, die von den magischen Kräften ihrer Elixiere berichten.

Der Ursprung der swanischen Volksmedizin

Wissenschaftler führen die Entstehung der Medizin als Wissenschaft heutzutage auf die Heilkunst Medeas zurück. Sie gilt als die Vorreiterin in der Pharmakologie und in der Kosmetik. Der deutscher Botaniker und Arzt Kurt Joachim Sprengel (1766-1833) untersucht in seinem Buch „Pragmatische Geschichte der Medizin“ diese Annahme und identifizierte 36 medizinische Kräuter aus dem Garten Medeas, welche in unterschiedlicher Art und Weise von der Kolchis-Prinzessin benutzt wurden. Heute haben georgische Wissenschaftler ungefähr dreihundert verschiedene medizinische Kräuter gekennzeichnet und erforscht. Die medizinischen Traditionen des alten Kolchis wurden in Georgien weiterentwickelt und werden immer noch benutzt. Kräutermischungen (Patchkoria, Dolidze, Burdiladze u.a.) oder Salben (z.B. Kolkhuri, Turmanidze, Karchauli, Gochitashvili), sowie Heilmittel zur Traumatherapie (Askurava, Khabazi, Loladze, etc.) werden auch in der Schulmedizin angewendet.

Die unglaubliche Artenvielfalt, der Reichtum an medizinischen Kräutern, die saubere Luft und zahlreiche natürliche Mineralwasserquellen bilden die Grundlagen der Swanischen Volksmedizin.




Dark coniferous woods in Ushba-Mazeri
mountainsides with deciduous
forest in the foreground


Mixed forest around Kala


Fir and Pine grove (to the right)
and Mixed forest (to the left)
Against background of Tetnuldi


Mixed forestland


Heather bushes (in the foreground) and forestland on steep slopes of Karieli gorge


Coniferous forest in Ughviri Pass
(V.Naveriani's photo)


Subalpine Birch tree


Alpine meadow


Alpine meadow vegetation

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